JF008 Büchsenmunition

Der Ritt auf dem Geschoss: Bauen, Zünden, Beschleunigen, Fliegen, Auftreffen, Deformieren, Wirken.

JF008 Büchsenmunition

Die Bewegungsenergie eines Geschosses in effektive, sofort tötende und damit tierschutzgerechte Gewebezerstörung umzusetzen, ist eine technische Meisterleistung. Unterschiedlichste Werkstoffe werden aufwändig ausgewählt, geformt, verbunden, mit einem Treibsatz versehen, kontrolliert gezündet, auf mehrfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt und in ihrer Flugbahn stabilisiert, um letztlich am anvisierten Punkt zu treffen. Am Wildkörper angekommen sollte das Geschoss seine Energie sinnvoll für drei Aufgaben verwenden. Das sind die Schockwirkung im Auftreffmoment, die Gewebezerstörung zur schnellen, humanen Tötung und die Erzeugung von Pirschzeichen am Ausschuss.

Die Nachsuche stellt ganz andere Anforderungen an eine Patrone, als Distanzschüsse bei der Gebirgsjagd. Klar ist, dass nicht jede Patrone für jeden Zweck geeignet ist. Klar wird auch, dass der Jäger in der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Produkte sein Fachwissen für die angemessene Auswahl der Patrone erweitern und einsetzen muss.

Der Waffensachverständige und Fachredakteur Jens Tigges und Jochen Schumacher führen den Hörer auf eine spannende Reise durch Munitionsmaterialien und -produktion, durch Patronenlager, Züge und Felder, durch Innen-, Aussen- und Zielballistik.


Teilnehmer

Jens Tigges
Jens Tigges
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher


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3 Antworten
  1. Tippmann
    Tippmann says:

    Vielen Dank für den tollen, vielseitigen Beitrag! Schön, dass sich jemand so reflektiert und umfassend mit dem Thema “Bleifrei” auseinandersetzt.
    Ich wünsche mir, dass kein gesetzlicher Zwang kommt – aber beispielsweise eine Förderung bleifreier Munition. Denn so gern ich auch einen Teil meiner Waffen bleifrei schießen würde, für 80€ pro Packung sehe ich da keine Möglichkeit. Wäre ich selbst Pächter eines guten Rotwildrevieres, wo entsprechend Wildbret die Munitionskosten amortisiert, kein Problem. Aber als Begehungsscheininhaber beim Staatsforst will ich einfach keine 4€ pro Stück (statt jetzt max. 1,5€) ausgeben, wenn ich weder Wildbreterlös, noch Schussgeld o.ä. erhalte. Und beim Training kommen auch gerne 30 Schuss zusammen, aber mit Bleifrei wären’s dann schon 120€ plus Standgebühr etc. Wer soll sich das leisten können?
    Vielleicht gibt’s noch eine Sendung dazu, , wie beispielsweise der Gebrauch von bleifreier Munition gefördert werden kann, ohne dafür ein extra Gesetz zu verabschieden? Denn ich würde in bestimmten Situationen gern bleifrei schießen.

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  2. Jens Tigges
    Jens Tigges says:

    Hallo Tippmann, wenn Du etwas recherchierst (z. B. http://www.frankonia.de), wirst Du feststellen, dass es durchaus leistungsstarke, waidgerechte bleifreie Munition für z. B. 50-60 €/20 Patronen im Kaliber .30-06 gibt. Wenn Du dann noch solche aus unbeschichtetem Tombak, wie beispielsweise Federal Trophy Copper, Hornady GMX, Winchester 95/5 wählst kannst Du ohne häufigeres oder Zwischenreinigen günstige herkömmliche Munition von Geco, S&B, Norma, Sako, Prvi Partizan, TOG und praktisch alle Teil-, Vollmantel und Hohlspitzgeschosse mit kupferfarbenem Mantel im Training schiessen. Außerdem gibt’s beim guten Wildbrethändler für bleifrei geschossenes Wild meistens etwas mehr…

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  3. Keno
    Keno says:

    Einfach mal danke sagen. Danke dafür, dass Du Dir soviel Mühe gibts uns laufend mit neuen und interessanten Themen und Gästen zu erfreuen. Weiter so…

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