Episoden

Die Prägung, das Werden und das Wirken eines Politikers in Sachen Land, Forst und Jagd.

Jagdpolitiker a. D.

Da hat jemand viel erlebt, wurde getrieben und hat bewegt.
Während des zweiten Weltkriegs in landwirtschaftlicher Umgebung geprägt, während der Trümmerjahre nach Westdeutschland geflohen, das landwirtschaftliche Handwerk erlernt, Landbau studiert und mit der Übernahme des zwischenzeitlich aufgebauten elterlichen Betriebes zum Wirtschaftswissenschaftler geworden.
Mitglied der CDU, Vorsitzender und später Ehrenvositzender des CDU-Kreisverbandes Bochum, Mitglied des Rates der Stadt Bochum, Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, Mitglied des deutschen Bundestages, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und für zwei Legislaturperioden Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Vizepräsident und später Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, Präsident und später Ehrenpräsident des Deutschen Jagdschutzverbandes, Vorsitzender der DJV-Expertengruppe "Jagdethische Fragen", Vorsitzender des Aktionsbündnis Forum Natur, Vizepräsident des Zusammenschlusses der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der E.U., FACE, Vorsitzender des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen.
Präsident der NRW-Stiftung, Vorsitzender der Jägerstiftung natur+mensch, Aufsichtsratsmandate bei der Dolff-Beteiligungs AG und dem Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster.
Der Träger des großen goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich und des großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland steht für klar konturierte Positionen.
Jochen Borchert und Jochen Schumacher sprechen über Wissen, Werte und Wechselwirkungen.


Teilnehmer

Jochen Borchert
Jochen Borchert
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Typen, Argumente, Sensationen. Rede und Gegenrede. Ein Mitschnitt aus der Mitte der Debatte um das neue Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen.

Plenarsitzung Jagdrecht NRW

Auf verschlungenen Wegen erreichte mich, die kurzfristige Einladung der Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, die sich wohl mit größter Kraft um den Erhalt (warum eigentlich nicht Ausbau?) des bestehenden Jagdrechts müht. Das ist die CDU. Man lud zu einer Plenarsitzung um das anstehende neue Jagdrecht in NRW. Das trifft auf eine seit längerem friedliche und seit kurzem hitzige Nachrichtenlage. So bin ich nicht aus der Haut, sondern nach Düsseldorf gefahren.

Nach Vorgesprächen und einer Einweisung betrieben Landespolitiker im Plenarsaal "Business as Usual": Die üblichen Verdächtigen bearbeiten mit den üblichen Argumenten die Premiumthemen Natur-, Arten- und Seuchenschutz, Wald, Wild, Wildschäden, deren Priorität und viel wichtiger, die Schuldfrage. Im Publikum ca. 40 Jäger. Andere Naturschützer? Nicht sichtbar.

Von Argumenten, Scheinargumenten und Vorwürfen, wie "unehrenhaft" und "schäbig", ausgedörrt, genossen die jagdlich interessierten und tätigen Besucher die erfrischende Sachkunde des "Hinterzimmers", dem Sitzungssaal der CDU-Fraktion. Rede und Antwort standen uns neben Rainer Deppe, Christina Schulze Föcking, Dirk Louy und verschiedenen weiteren MdL auch der Fraktionsvorsitzende Armin Laschet.

Hier war keine Spur von Rost und Staub, keine "Abwarten"-Parolen, kein Hadern, kein Zögern und kein politisches Schattenboxen. Zu erleben waren Tat- und Kampfkraft, Mobilisierung und Einstehen, für das, was zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Pflege der Kulturlandschaft wichtig ist: EIn gutes konsequent durchdachtes Jagdgesetz.

Anwesende, Jäger, wie auch Politiker erlebten einen Nachmittag gefüllt von tiefen Einblicke und die jagdpolitische Willensbildung, konzentriertem Informationsaustausch mit und zwischen den Jägern und Erbsensuppe. Nicht Anwesende hören Jagdfunk ...

Stellen wir uns den Gesprächen. Wenn wir couragiert mitmachen, wird das Beste draus. Ob die anderen Fraktionen auch so freundlich für die Interessen der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft eintreten?!


Teilnehmer

Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Im Gespräch mit Sozialdemokraten über nachhaltiges und naturnahes Jagen und den ländlichen Raum.

Waid-Genossen

Eine Errungenschaft der Revolution von 1848/1849 ist das Jagdrecht. Es wurde vom Adel auf den Landbesitzer übertragen, kam also unter bürgerliche Kontrolle. Die Interessen der Landbewirtschaftung und denen der wild lebenden Tiere werden seitdem auf lokaler Ebene austariert. Diese dezentrale Balance scheint heute selbstverständlich, musste aber aufwändig erlernt und erkämpft werden.

In vielen Bundesländern wird derzeit eine Reform des Jagdrechts vorangetrieben, die dieses unter vielen Opfern errungene Recht beschneiden will und wenig einfühlsam mit dem Soziotop "ländlicher Raum" umgeht.

In diesem bisweilen turbulenten Meinungsbildungsprozess mischen die Waid-Genossen mit. Die Waid-Genossen sind allesamt aktive Jäger und zudem Mitglieder der SPD.

Im Gespräch mit Jochen Schumacher beleuchten Ralf Nielsen und Uwe Lüders die Entstehung der Waid-Genossen und berichten, wie sie die Interessen einer naturnahen und nachhaltigen Jagd und des ländlichen Raums in der nordrhein-westfälischen SPD vertreten.


Teilnehmer

Ralf Nielsen
Ralf Nielsen
Uwe Lüders
Uwe Lüders
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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