JF046 Erongo-Verzeichnis

Trophäenjagd zum Erhalt großräumiger Wildnis

Der Erongo; eine durch Erosion freigelegter, bis zu 2.300 Meter aufragender, gewaltiger Klotz Vulkanruine in der kargen Landschaft des Namib Vorlandes. Mehr als 200.000 Hektar, in denen eine Vielzahl endemischer Tier- und Vogelarten ihre Heimat finden und die zu den Landstrichen mit der höchsten Biodiversität in Namibia zählen.

In dieser urwüchsigen Gebirgslandschaft kommen Kudu, Oryxantilope, Hartmann's Bergzebra, Springbock, Klippspringer, Damara Dik-Dik, Kronenducker, Steinböckchen, Warzenschwein, Erdwolf, Löffelhund, Gepard, Strauß und in einigen Bereichen auch Eland, Hartebeest und Giraffen vor. Elefanten gehören zum immer häufiger werdenden Wechselwild.

Mitte der 1990er Jahre findet sich eine Gruppe von Jägern und Grundbesitzern zusammen, um an diesem Ort ein übergreifendes privates Naturschutzgebiet zu schaffen und bedrohte, ehemals heimische Wildarten, wie das Spitzmaulnashorn und den Schwarzgesichtimpala wiedereinzubürgern. Sie gründen Erongo Mountain Rhino Sanctuary Trust, den ideellen Träger des Erongo-Verzeichnisses.

Diese Menschen verstehen, praktizieren und erhalten die Jagd als angewandten Naturschutz; Als eine uralte menschliche Tätigkeit, die schon immer zum Erhalt ursprünglicher Wildnisgebiete beiträgt.

Das Erongo-Verzeichnis ist ein Verzeichnis für Jagdwild, das die selektive Trophäenjagd in ihrem Anspruch als verantwortungsvolle Nutzung natürlicher Ressourcen bestärkt und darüber hinaus den Erhalt ursprünglicher, unverfälschter Wildnisgebiete unterstützt.

Kai-Uwe Denker und Matthias Kruse berichten vom Engagement für dieses schöne Ideal, das vor allem ein hartes Stück Arbeit ist und langen Atem erfordert.

JF046 Erongo-Verzeichnis

Teilnehmer

Kai-Uwe Denker
Kai-Uwe Denker
Website
Matthias Kruse
Matthias Kruse
Website
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher
Twitter Wunschliste Auphonic Credits GitHub Flattr Technik Wünsche Website

downloads

Themen und Links

1 Antwort
  1. A. M. Reichel
    A. M. Reichel says:

    Beide, sowohl Denker als auch Kruse, sind für sich genommen schon außerordentlich inspirierende Gesprächspartner. Hier zu zweit im Interview ergänzen sich ihre Stärken: Denker infiziert denjenigen, der dafür empfänglich ist, mit ermutigenden Visionen einer naturgemäß-menschlichen Jagd, Kruse ergänzt hervorragend durch die Bereitstellung seiner offenbar unerschöpflichen Energie und Leidenschaft für das Thema und den Kampf darum.
    Ich war als Zuhörerin wieder einmal hinreichend ergriffen und schöpfe für viele Themen, die mich aktuell bewegen, neue Zuversicht. Erstaunlich, wie selbst mein Leben mit der scheinbar unendlich fernen Wildnis in Afrika verknüpft sein kann. Heute gelernt: weniger formulieren, wovon man wegkommen will, mehr formulieren, wohin man gehen will – vor allem, wenn man Verbündete sucht.

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.