Kommentar

Wenn ihr Feedback zum Jagdfunk geben möchtet, dann nutzt doch bitte die Kommentar-Funktion zur jeweiligen Sendung. Ich lese alle Kommentare, auch wenn ich vielleicht nicht auf alles eine Antwort habe. Die Freischaltung von Kommentaren kann schon mal ein wenig dauern. Danke für Eure Geduld.

eMail

Wenn ihr diskretere Anfragen habt, die keine Öffentlichkeit vertragen, schreibt doch einfach eine E-Mail an jochen.schumacher(at)erdebene.de

32 Kommentare
  1. Christian Busch
    Christian Busch says:

    Hallo Herr Schumacher,

    ich bin ein großer Fan des Jagdfunks und freue mich auf hoffentlich viele weitere Episoden rund um die Jagd.

    Waidmannsheil

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Herzlichen Dank für die Anerkennung! Das geht runter wie Butter. ;o)

      Die Liste unbehandelter Themen ist prall gefüllt und wird nach und nach “in den Pod gecastet”. Also Feed abonnieren, fleißig zuhören und Feedback, Anregungen und Hinweise in die Kommentare posten.

      Antworten
  2. Joachim Orbach
    Joachim Orbach says:

    Sehr geehrter Herr Schumacher,
    die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit wurde oftmals unterschätzt, daher ist es aus meiner Sicht immer zu begrüßen, wenn sich neben den Verbänden auch andere -wie z.B. Sie- sich in der Öffentlichkeitsarbeit angagieren. Bekanntlich ist u. a. das http://www.deutsche-jagd-lexikon.de ein Online-Lexikon, was bereits innerhalb von 15 Mon. ca. 2 000 000 Seitenaufrufe hat. Stellen Sie doch einmal dieses Lexikon in einem Interview mit Herrn Seifert vor.
    Waidmannsheil u. Ho´Rüd´ho!
    Joachim Orbach

    Antworten
  3. Baumberger Erich
    Baumberger Erich says:

    Hallo Jochen
    Ich habe soeben auf dem nach Hauseweg den Podcast Konflikte gehört. Am liebsten hätte ich mich der Diskussion angeschlossen. In meiner Freizeit gehört Hege und Pflege zu den häufigsten Tätigkeiten. Deine Erlebnisse, Konflikte, Feststellungen und Kommentare könnten gerade so gut meine eigenen sein. Leider wird immer vergessen, dass der Jäger der Einzige ist der für seinen Aufenthalt und Arbeit in Feld und Wald Entgelt bezahlen muss. Welcher Biker, Fussgänger, Jogger, Walker usw. wird jemals zur Kasse gebeten? Nein, bei Wildschäden bekommt er noch einen obendrauf gesetzt. Sehr interessant war die Folge betreffend Nachsuche. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Folgen, mach bitte weiter so!
    Weidmannsgruss und Weidmannsheil
    Erich
    Nordwestschweiz

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Danke Erich! Es freut mich besonders, dass gerade “JF003 Jagdkonfliktbehandlung” Deinen Nerv getroffen hat. Während der Aufnahme habe ich mich gefragt, ob ich alles einfach mal rauslasse. Habe ich dann gemacht. Danach ging´s besser!

      Jagd ist uns wohl beiden eine Herzensangelegenheit …

      Antworten
  4. Gerhard Eisinger
    Gerhard Eisinger says:

    Hallo Jochen,

    großes Lob für deinen Jagdfunk. als Radiojournalist und Jäger kann ich dir zu deinen Themen und auch zu deinen Gästen nur gratulieren. Sehr gut finde ich die über weite Strecken spannende Aufbereitung diverser jagdlicher Themen. Sehr hilfreich waren die Podcasts zur Schalenwildnachsuche, die Jagdkonfliktbehandlung und die Jagdschule, um nur einige zu nennen, gehört habe ich (fast) alle. Besonders gut finde ich das ungezwungene “Plaudern” mit den Experten. Anregen möchte ich auch etwas, nach dem ich vorwiegend in einem Waldrevier jage, würde mich ein Podcast über Reh- und Rotwildbejagung sehr interessieren. Außerdem könnte man das Thema Konfliktbewältigung ebenfalls noch vertiefen – etwa unter dem Titel “Die Begegnung des Jägers mit der nichtjagenden Bevölkerung”. Ansonsten wünsche ich dir alles Gute und mach weiter so. Freue mich auf weitere Themen von Dir.

    Ein kräftiges WMH aus Österreich
    Gerhard

    Antworten
  5. Steffen Pralle
    Steffen Pralle says:

    Hallo Jochen Schumacher,
    liege nach einer Blinddarm OP in Höxter im Krankenhaus wo ich mir die Zeit mit dem Jagdfunk sehr gut vertreiben kann. Ich bin mittlerweile ein großer Fan deines Podcast und freue mich als Jungjäger schon auf die nächste Folge . Viele Grüße und WMH

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  6. Gerhard Eisinger
    Gerhard Eisinger says:

    Hallo Jochen,

    sehr schönes Interview mit Dieter Bertram, vor allem das Zitat des Jagdschriftstellers Friedrich von Gagern hat mir sehr gut gefallen. Mach weiter so….

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  7. Bernhard Zürn
    Bernhard Zürn says:

    Hallo,

    ich verfolge den Jagdfunk mit großem Interesse. Häufig habe ich das Gefühl man sollte den Jagdfunk als Teil der Allgemeinbildung in der Schule vermitteln 😉
    Es ist toll, was für “Spezialisten” jedes mal für die Themen ausfindig gemacht werden. Gerade habe ich auf der Website des NABU diesen Beitrag gelesen: https://www.nabu.de/news/2015/03/18563.html und spontan gedacht: Ein Jagdfunk mit einem Mitglied von BUND oder NABU, das wäre mal was …

    Schönes Wochenende!!

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Hallo Bernhard,

      dass Du den Jagdfunk als Teil der Allgemeinbildung in der Schule wünschst, ist mir ein bewegendes Kompliment. Ich danke Dir sehr!

      Die angesprochene Diskussion der letzten Tage habe ich auch verfolgt. Was mir an der Diskussion unangenehm aufstößt ist die Teilung der Welt in Jagd auf der einen und Naturschutz auf der anderen Seite. Das ist doch Unsinn, betreiben wir doch jagdlichen Naturschutz und das flächendeckend über das ganze Land. Habe ich auch nie einen Vertreter der genannten Verbände beim aktiven Naturschutz in der Fläche “ertappt”, will ich deren Leistungen in verschiedenen Projekten dennoch nicht schmälern.

      Sowohl die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Jagd, als auch der bewahrende Schutz durch den Nutzungsverzicht haben ihre gemeinsamen Wurzeln in der menschlichen Fürsorge. So verfolgen der jagdliche und der nutzungsverzichtende Naturschutz dasselbe Ziel auf zwei Wegen, welche sich gegenseitig ergänzen und international (IUCN) akzeptierter sind, als es die aktuelle Diskussion in diesem Land vermuten lässt.

      Naturschutz ist ein Thema, dem ich gern eine ausführliche Episode widmen werde. Damit der Jagdfunk sich auch weiterhin von Formaten, wie z. B. “Hart aber fair” differenziert, setze ich bei der Auswahl des Gesprächspartners auf Kompetenz statt Verbandszugehörigkeit. Das lenkt die Gespräche in ruhige und gehaltvolle Bahnen und scheint sich bewährt zu haben. Dann mache ich das einfach weiter so! ;o)

      Antworten
  8. G.
    G. says:

    Hallo Jochen,

    vielen Dank für deinen wunderbaren, informativen Podcast. So kann ich richtig was über Jagd erfahren, obwohl die Thematik sehr weit weg von meinem Alltag ist.

    Allerdings ist mir aufgefallen, dass du in verschiedenen Episoden für den Erhalt der konventionellen Landwirtschaft und nicht für eine Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft eintrittst oder zumindest deine Gesprächspartner dies unkommentiert vertreten lässt – wenn ich euch denn richtig verstanden habe. Gleichzeitig positionierst du dich immer wieder als Befürworter der Förderung von Artenvielfalt.
    Das ist zumindest nach meinem Wissensstand ein Widerspruch; ich will dir gern sagen warum.

    Zunächst einmal ist die Aussage “Bio braucht mehr Fläche, deshalb müssen wir konventionell wirtschaften, um Rodungen etc. zu vermeiden” aus zwei Gründen schief.
    Erstens ist das Flächenargument nicht weltweit allgemein gültig, das wird sehr gut in diesem Interview zu einer diskursanalytischen Arbeit erklärt: https://www.freie-radios.net/74661 (Äußerst hörenswert auch wegen anderer Aspekte!)
    Zweitens lässt die Aussage das Verteilungsproblem außer Acht. Wenn nicht so viele Lebensmittel weggeworfen, sondern verzehrt würden, wäre keine so große Nachfragesteigerung zu erwarten wie oft propagiert wird. Da vor allem Lebensmittel vor Erreichen des Küchenschranks betroffen sind, handelt es sich um eine sehr politische Frage. Für mehr Eindrücke siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Taste_the_Waste . [An dieser Stelle kommt man übrigens um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus nicht herum. Dazu sei gesagt, dass nicht alle Kapitalismuskritiker und Öko-Befürworter esoterisch verblendete Spinner sind (die gibt es nur leider viel zu viele), sondern dass da auch Leute sind, die sich ernsthaft bemühen. Ein Patentrezept gegen die Probleme, die uns der Kapitalismus bereitet, hat wohl niemand, aber man kann durch die Beschäftigung damit seine Perspektiven auf die Welt extrem erweitern und evtl. Irrwege leichter erkennen.]

    Nebenbei ist da noch der Aspekt der Herkunft der Energiezufuhr: Würden wir einen Teil unserer tierischen Lebensmittel durch pflanzliche ersetzen, würde pro aufgenommenem kJ weniger Fläche zur Erzeugung benötigt. http://www.boell.de/fleischatlas

    Vor allem jedoch ist es inzwischen schwer zu bestreiten, dass die Artenvielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Flächen in der Regel größer ist als auf konventionell bewirtschafteten Flächen und dass die konventionelle Landwirtschaft Flora und Fauna vielerlei – auch örtlich weiterreichende – Probleme bereitet (Art der Düngemittel, Pestizideinträge).

    Müsste man es dann nicht wenigstens mit einer weiteren Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung probieren? Dies läge sowieso in unserem eigenen Interesse, denn wir Menschen sind ja gerade dabei, unsere eigenen Lebensgrundlagen (Böden, Wasser, Luft, Saatgut) so sehr zu schädigen, dass wir selbst und die nachfolgenden Generationen darunter leiden, z. B. durch chronische Erkrankungen.

    Hier ein paar wissenschaftliche Anregungen dazu:
    http://www.pnas.org/content/110/27/11039
    http://www.ti.bund.de/de/ol/projekte/nach-fachdisziplinen/biodiversitaet/
    https://www.researchgate.net/profile/Norbert_Roeder/publication/261464703_Biodiversittsrelevante_Regelungen_zur_nationalen_Umsetzung_des_Greenings_der_Gemeinsamen_Agrarpolitik_der_EU_nach_2013/links/00b7d534530cf7f96b000000.pdf

    Und guter Überblick bei Wikipedia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Artenvielfalt#Ursachen_des_heutigen_Artensterbens
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologische_Landwirtschaft#Biodiversit.C3.A4t

    Viele Grüße
    G.

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Liebe G.,

      es freut mich ja immer ganz besonders, wenn der Jagdfunk passionierte Hörer außerhalb der Gummistiefelträger findet. Allein der Umfang Deines Kommentars ist ein Zeichen dafür, dass Du Dir viel Mühe gemacht hast. Dafür danke ich Dir von Herzen.

      Andererseits lotst Du mich natürlich auf brüchiges Glatteis. Die Themen, auf die Du kommst liegen dann doch weit außerhalb der Jagd. Ich versuche ja gern meine Gesprächspartner zu Positionen hinzureißen. Manchmal kann ich mir Positionen aber nicht verkneifen. War ja nur eine Frage der Zeit, bis mich jemand beim Wort nimmt.

      Extreme Positionen sind mir verdächtig. Das heißt, ich habe nichts gegen den sogenannten Bio- und/oder Ökoanbau. Ich habe allerdings etwas dagegen, wenn man versucht die eigenen Ansichten allen andern aufzuzwingen. Genau das passiert aber derzeit in vielen Bundesländern. Man trennt sich von den kooperativen Modellen im Naturschutz, beschneidet das Recht auf Eigentum und Selbstbestimmung, zentralisiert die behördliche Kontrolle anstatt die verantwortlich handelnden Menschen zu unterstützen.

      Ich bin aber auch dagegen, dass man das letzte an Leistung aus unseren Naturgütern herauspresst. Ertrag und Erhalt der Ressourcen dürfen sich nicht ausschließen.

      Ganz praktisch muss ich als Jäger Fläche anpachten um den Insekten und Wildtieren vielfältige Äsung und Deckung, am besten über mehrere Jahre anbieten zu können. Das will bezahlt sein und auf dieser Fläche fährt der Landwirt keine Ernte ein.

      Über Verteilungsthemen habe ich mich soweit ich mich erinnere (noch) nicht geäußert. Auch von weltweiter allgemeiner Gültigkeit habe ich erinnerlich nicht gesprochen.

      Meine Position ist aber kein entweder/oder. Vielmehr glaube ich an ein sowohl/als auch und ein entschiedenes “kommt darauf an”. Eine Abwägung auf lokaler Ebene mit Beteiligung der Betroffenen.

      Noch einmal ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ich werde den Themen in diesem und vielleicht auch bald in einem anderen Format nachspüren. Das Sprechen liegt mir dann doch besser, als das Schreiben …

      Viele Grüße, Jochen

      Antworten
    • Patrick
      Patrick says:

      Hallo G.,
      zufällig bin ich auf deinen Kommentar gestoßen. Bio ist meiner Meinung nach ein guter Ansatz und kann die konventionelle Landwirtschaft ergänzen. Viele können es sich aber nicht leisten teurere BioLebensmittel zu kaufen. Ich kenne Bauern, die wieder aufgehört haben Bio zu produzieren, weil der Preisdruck zu hoch war, der Bauer konnte nicht so billig produzieren, bzw. niemand wollte die Preise zahlen.
      Das nächste “Problem” ist, dass Bio Betriebe teilweise genauso produzieren wie konventionelle, sie verzichten nur auf Kunstdünger und Spritzmittel. Die Rinder und Kühe stehen aber auch nicht mehr auf der Weide, sondern im Stall, sie werden auch mit Silage gefüttert. Statt Weide also Feldgras. Während auf Weiden Vögel brüten können und auch in den Kuhfladen reichlich Nahrung finden haben wir ein Feld mit Gras, welches regelmäßig geschnitten wird, zu häufig als dass dort ein Bodenbrüter seine Jungen groß ziehen könnte. Auch Kitze sind bei der Frühmahd gefährdet.
      Gut ist allerdings, dass wegen fehlendem Insektizideinsatz mehr Insekten zur Aufzucht von Jungvögeln in den Feldern zu finden sind, mehr Beikräuter vorkommen…
      Man braucht eben beides, Bio und konventionell. Aber bitte nicht mehr Bio à la Bioenergie, denn oft ist es zwar gut gemeint, aber wenn niemand Stop sagt, hat man ganz neue Probleme.

      Antworten
  9. Karolin
    Karolin says:

    Hallo Jochen,
    Großes Kompliment für diesen wundervollen Podcast!

    Ich bin ein Kind des Waldes und mit Jagdhunden aufgewachsen…
    Nachdem ich nun schon 2 Weimaraner geführt habe möchte ich meinen Jagdschein in Angriff nehmen!
    Dein Podcast war für diese Entscheidung das Zünglein an der Waage!
    Ich habe dich im CRE gehört und gespannt gelauscht!

    Vielen Dank dafür!!!

    Ich empfinde deinen Podcast als wertvollen Teil der öffentlichen Begreifbarkeit der Jagd! Ich glaube das du damit einen sehr großen Beitrag leistest!

    Viele Grüße aus Heidelberg

    Antworten
  10. Alex
    Alex says:

    Lieber Jochen,

    ein großes Lob für Deine Arbeit und natürlich auch an alle bisherigen und noch folgenden Gesprächspartner. Ich finde Deinen Podcast sehr gelungen auch wenn ich als Nicht-Jäger nicht immer alles verstehe und viele Begriffe / Themen erst bei der Wikipedia nachschlagen muss ;-).

    Mir ist durchaus bewusst, dass die Zielgruppe des Podcasts die Jägerschaft ist. Dennoch würde ich mir persönlich wünschen, nicht immer in diesen “Jäger-Slang” zu verfallen bzw. hin und wieder die Begrifflichkeiten kurz zu erklären ;-).

    Nun genug der Kritik. Als weiteres Themen würde ich mir gerne wünschen, dass du nochmal mehr auf das Jagdrecht als solches eingehst (oder vielleicht habe ich den Podcasts dazu einfach noch nicht gehört).

    Mich würde auch interessieren, warum das Thema Jagd weltweit so unterschiedlich gehandhabt wird. So darf zum Beispiel in Neuseeland “jeder” (jeder Neuseeländer der eine Waffe haben darf) jagen gehen (auch mit Pfeil und Bogen, das Stellen des Wilds mittels Hunden und erlegen mit einem Messer, etc.), ohne explizit eine Jagdprüfung abzulegen. In Deutschland hingegen muss ja bekanntlich die Jagdprüfung abgelegt werden. Auch ist genau definiert wie gejagt werden darf. In diesem Zusammenhang fällt immer als Argument (so verstehe ich das auf jeden Fall) des Waidgerechte erlegen. Wo genau liegen denn hier die Unterschiede?

    Als weitere Frage und vielleicht nächstes Thema: Warum gibt es eigentlich keinen “Jagdschein Lite” – also einen abgespeckten Jagdschein ohne Waffenbesitzkarte der mich jedoch in Begleitung eines Jägers dazu berechtigt mit fremder Waffe zu jagen?

    In diesem Sinne vielen Dank für die tolle Arbeit und weiter so!

    Viele Grüße
    Alex

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Lieber Alex,

      vielen Dank für Deine Anerkennung meiner Arbeit. Jägern und Nichtjägern einen tiefen Einblick in das Wissen und die Güterabwägungen bei der Jagd zu vermitteln, ist mir Mission. Es braucht das Reflektieren und den Diskurs. Die Jagd ist immer auch Spiegelbild der Gesellschaft in der sie ausgeübt wird. Die Nichtjäger unter meinen Hörern freuen mich ganz besonders.

      Die Wikipedia bietet einen ganz schönen Überblick über die Jägersprache. Sorry für das Abgleiten in die selbige. Die Begriffe sind oft präziser. Dafür ist die Fachsprache auch da.

      Das Jagdrecht, das Recht auf die Jagd entspricht praktische dem Recht auf Ernährung und ist so gesehen das ursprünglichste aller Menschenrechte. In dichter besiedelten Teilen der Welt ist es natürlich stärker reglementiert, als dort, wo noch ursprüngliche Wildnis vorherrscht. Leider werden diese Landstriche immer seltener …

      Waidgerechtigkeit ist ein sogenannter unbestimmter Rechtsbegriff. Davon gibt es in Deutschland viele. Eine genaue Definition halte ich im Sinne der Freiheit auch nicht für sinnvoll, wohl aber den ständigen und intensiven Diskurs über die Auslegung. Die Schweizer beispielsweise haben einen Jagd-Kodex entwickelt. Das gibt vielleicht Orientierung.

      Alles weitere möglicherweise in den Aufnahmen … ;o)

      Antworten
      • Alex
        Alex says:

        Lieber Jochen,

        danke für die Antwort und die Links. Werde ich mir definitiv anschauen, auch wenn ich befürchte, viele der Begrifflichkeiten aufgrund der Nichtnutzung bis zum nächsten Mal wieder vergessen zu haben ;-).

        Patrick hat eine interessante Frage aufgeworfen. Gibt es denn ein europäisches Jagdrecht, Bestrebungen dieses einzuführen oder zu harmonisieren?

        Die stärke Reglementierung des Jagdrechts lässt sich sicherlich mit einer dichteren Besiedlung (höherer Jagddruck) argumentieren. Ich habe hier http://de.statista.com/statistik/daten/studie/170031/umfrage/jaeger-in-europa/ Zahlen über die Anzahl der Jäger in ausgewählten europäischen Ländern im Jagdjahr 2015 gefunden.

        Die ersten vier Länder sollten aus dem Bauch heraus geschätzt ein ähnliches Einwohner-zu-Flächenverhältnis haben. Hast eine Erklärung warum diese Länder mehr Jäger im Vergleich zu Deutschland haben? Ist bei uns die Hürde mit der Jagdprüfung vielleicht eine höhere oder vielleicht doch ein gesellschaftliches Thema und wie dessen historischer Umgang damit war/ist?

        Als weitere ähnliche Beispiele fallen mir ad hoc die Fischerei und die Nutzung der Natur ein (Stichwort: Jedermannsrecht). Hier ist ja der Umgang in anderer Ländern wesentlich liberaler ..

        Deine Sicht auf Waidgerechtigkeit gefällt mir. Ein (intensiver) Diskurs darüber ist gut und wichtig. Dennoch muss an dieser Stelle auch betrachtet werden, wer sich und vor allem wie in diesem einbringt. Meine Meinung ist, dass häufig zu emotional und weniger rational diskutiert wird und daraus Fehlschlüsse gezogen werden. Das ist aber ein anderes Thema ;).

        Die Schweizer Auslegung der Waidgerechtigkeit gefällt mir gut, wobei der Vermerk unter c) “Wildtieren unnötige Qualen zufügt” wieder Auslegungssache ist. Überspitzt gefragt: Müssten dann nicht eigentlich alle Jäger zum regelmäßigen und staatlich kontrollierten Schießen verdonnert und eine Mindestzahl an Punkten schießen um Fehlschüße und somit unnötige Qualen zu vermeiden?

        Viele Grüße
        Alex

        Antworten
        • Jochen Schumacher
          Jochen Schumacher says:

          Lieber Alex, Sieh mir bitte nach, dass ich hier nicht zu allem Stellung nehmen kann. Bei vielen Fragen könnte ich auch nur Spekulationen absondern. Gern bemühe ich mich aber weiter um Gesprächspartner und bemühe mich weiter mich auf hohem Niveau dumm anzustellen. ;o)

          Antworten
          • Alex
            Alex says:

            Lieber Jochen,

            klingt nach einem sehr guten Vorschlag – also das mit dem dumm stellen auf hohem Niveau ;-).

            Ich warte dann mal gespannt auf den Podcast. Bis dahin alles Gute!

        • Patrick
          Patrick says:

          Hallo Alex,
          es gibt soweit ich weiß kein Jagdrecht auf europäischer Ebene. Ich glaube auch nicht, dass man da auf einen grünen Zweig kommen würde. Dafür sind die Unterschiede vermutlich zu groß.
          Beispielsweise gibt es für die Fallenjagd in Deutschland (grob gesagt) die Bestimmung, dass Fanggeräte, die nicht unversehrt fangen oder nicht sofort töten verboten sind. Genaueres regeln dann die einzelnen Länder in großer Bandbreite. Schlingen sind in D verboten. In England wird mit schlingen dem Fuchs nachgestellt. Wie es in anderen Ländern Europas aussieht weiß ich nicht. Bei der Fallenjagd gibt es aber sogar ein internationales Übereinkommen, wie Fallen beschaffen sein müssen. Die Umsetzung liegt dann bei den ratifizierenden Ländern.
          In europäischem Maßstab gibt es natürlich auch Gesetze oder Verordnungen die für die Jagd eine Rolle spielen. So zum Beispiel die “Richtlinie über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten”, die sog. Vogelschutzrichtlinie. Das Jagdrecht in D muss darauf sich daran orientieren.
          Zum Waffenrecht gibt es eine Richtlinie. Die ist natürlich wichtig, wenn man im europ. Ausland jagen möchte, wegen Grenzübertritt mit Waffen.
          Vermutlich gibt es auch Richtlinien für Lebensmittel, die sich in den deutschen Gesetzen widerspiegeln. International natürlich Gesetze zur Ausfuhr etc. von Trophäen.
          Aber interessant fände ich zum Beispiel auch die Jagdsysteme in den Ländern, ob Lizenz, Revier, oder anderes System, wie Jagd auf eigenem Boden. Jägerprüfung und Jagdschein. Wildschadenersatz, gibt es das in anderen Ländern? Gibt es Abschusspläne wie in Deutschland?
          Oder abseits der Gesetze, wie wird in den Ländern gejagt? Vom Ansitz, oder mehr Drückjagd, Pirsch, mit Hunden, Fallenjagd, Netze, Lappen?

          Antworten
    • Patrick
      Patrick says:

      Eine interessante Frage, nach den Unterschieden im Jagdrecht der einzelnen Länder. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob es sowas für Europa gibt. Es gibt ja schon in Europa immense Unterschiede, eigentlich sogar in Deutschland schon einige.
      Ich denke es würde zu schwierig da einen Experten zu finden, fände das Thema aber spannend.

      Antworten
  11. Kostja
    Kostja says:

    Moin,

    in der Versammlung unserer Jägerschaft war das Gänsemonitoring Thema. In den Wildzählungen wird von jährlichen Bestandszuwächsen bis zu 20 Prozent gesprochen. Über die Schäden bezüglich der Verkotung von Ländereien und Gewässern herrscht offenbar Uneinigkeit. Und auch bei der Bejagung gibt es offenbar unterschiedliche Standpunkte. Wäre dies nicht ein Thema für Deine Sendung?

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Psssst, leise! Das ist schon auf meiner geheimen Liste. Vorschläge für geeignete Gesprächspartner gern diskret und heimlich per eMail. Wir wollen den Hörern doch nicht die Freude der Überraschung nehmen?! ;o)

      Antworten
  12. Frank Rehme
    Frank Rehme says:

    Hallo Jochen,

    ich jage seit einem Jahr und bin seit ewigen Zeiten Podcast-Konsument, habe also ein Gefühl für Qualität in diesem Medium. Mein Urteil: Super Qualität, klasse Gesprächspartner und für mich vor allem eine riesige Wissens und Erfahrungsquelle. Meine Hochachtung für die Arbeit, ich bedanke mich mit einer Spende!
    Gruß
    Frank

    Antworten
  13. Günter
    Günter says:

    Hallo Jochen,
    Danke erstmal für Deine interessanten, informativen und tiefgründigen Sendungen. Besonders gut finde ich, dass Du es mit Deinen Gesprächspartnern schaffst die Jagd aus so vielen Blickwinkeln zu betrachten. Hier ein paar Themen die aus meiner Sicht interessant sind:
    -Wald und Forst, hierzu gibt es ein guten youtube Kanal von Ben Tüxen ‘EinMannimWald’. Er bringt auch oft was über die Jagd.
    -Vegetarimus und andere Ernährungsmythen, Versuch doch mal Udo Pollmer als Gesprächspartner zu bekommen.
    -Jagdliches Brauchtum und Riten in Europa und dem Rest der Welt.
    -Jagdgegner. Welche NGO stecken dahinter. Die Macht der Bilder. Wie sollte sich die Jägerschaft aufstellen.

    Antworten
  14. Rina
    Rina says:

    Hallo Jochen,

    ich bin begeisterte neue Abonnentin und angehende Jagdschülerin. Dein Podcast hat jetzt schon zahlreiche meiner Vorurteile abgebaut und ich versuche, dies in mein Umfeld weiterzutragen.
    Als Themen für kommende Sendungen würde ich mir folgende wünschen:
    – Frauen auf der Jagd (eine kleine aber wachsende Minderheit)
    – Beizjagd und Falknerei

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Hallo Rina,

      schön, dass Du zum Jagdfunk gefunden hast. Wie jedes Handwerk kann man auch die Jagd in unterschiedlicher Qualität ausüben. Vorurteile braucht nur der, der sich nicht mit einem Thema beschäftigen mag. Dies Stufe hast Du offensichtlich bereits überwunden. Die Themen nehme ich mal auf meine Liste. Werde eine großartige Jägerin!

      Antworten
  15. Lars
    Lars says:

    Hallo Jochen,

    bin ein Hörer der “ersten Stunde” deiner Podcastreihe. Du hast mich quasi bei meinem Jagdschein begleitet.
    An dieser Stelle nochmals vielen Dank für deine Arbeit.
    Leider habe ich ein kleines Problem: ich lade deine Beiträge runter und höre sie dann im Autoradio (auf einem USB-Stick). Das klappt jetzt irgendwie nicht mehr. Auf dem PC kann ich die Datei noch starten, aber im Autoradio läuft sie nicht mehr. Habe alle 4 Formate ausprobiert. Hast du einen Tipp für mich, wie ich das trotzdem hinkriege?

    Danke Lars

    Antworten
    • Jochen Schumacher
      Jochen Schumacher says:

      Hallo Lars,

      ich kann eigentlich nur anmerken, dass ich in der Bereitstellung der Episoden nichts verändert habe. Bei Deinem Autoradio fällt mir die Diagnose natürlich schwer. Sofern Du ein Smartphone nutzt, empfehle ich Dir die Nutzung einer Podcast-App (s. Abonnieren). Dann kannst Du Dein Smartphone per Bluetooth oder über den Aux-Eingang Deines Radios (mesit 3,5 mm Klinkenstecker) koppeln.

      Ich drücke die Daumen!

      Jochen

      Antworten
  16. Felix
    Felix says:

    Hallo Herr Schumacher,

    als Jungjäger, der Ihre Sendungen bereits während der einjährigen Ausbildung verfolgt hat, habe ich das vermittelte Wissen sowie die Stellungnahmen und Einschätzungen zur aktuellen Wahrnehmung und Praxis der Jagd als absolut wertvollen Beitrag zur Ausbildung wahrgenommen und aufgesogen.

    Entsprechend habe ich allen meinen befreundeten Jungjägern Ihren Podcast schwer ans Herz gelegt und ebenfalls durchweg positive Rückmeldungen erhalten.

    Vor diesem Hintergrund möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken und um eine Fortführung ihrer wertvollen Arbeit bitten. Eine finanzielle Unterstützung hierfür sende ich Ihnen getrennt.

    Sollten Sie zudem Interesse an einem Gesprächspartner aus dem Bereich der Zucht, Ausbildung und Führung von Deutsch-Drahthaar haben, vermittle ich gerne den Kontakt zu einem der bekanntesten und in Hessen wohl aktivsten Jagdkollegen in diesem Bereich.

    Beste Grüße & Waidmannsheil,

    Felix

    Antworten
  17. Stefan
    Stefan says:

    Sehr geehrter Herr Schumacher,
    vor kurzem bin ich auf Ihren Jagdfunkpodcast gestoßen und seit dem ein begeisterter Konsument. Ich schätze:
    – Ihr großes Engagement, denn ohne dies wären die zahlreichen Recherchen zu den unterschiedlichsten Themen gar nicht möglich,
    – die qualitativ hochwertige Auswahl Ihrer Gesprächspartner und damit das hohe Maß an Kompetenz, das Sie in Ihren Sendungen versammeln,
    – die interessante und ausgewogene Themenauswahl, die ein breites und vielfältiges Spektrum des jagdlichen Geschehens aufzeigt und auch Einblicke in Bereiche bietet, die man persönlich nicht auf dem Schirm hatte und die den persönlichen, nicht nur jagdlichen, Horizont erweitern,
    – die tolle und lobenswerte Öffentlichkeitsarbeit die Sie mit Ihrem Tun leisten und für die jeder Jäger und jeder der es zukünftig noch werden möchte dankbar sein kann.

    Ich würde Sie bitten mit Ihrem informativen Podcast noch viele Sendungen zu produzieren und bin dafür auch sehr gerne bereit Ihnen eine Spende zukommen zu lassen. Dafür werde ich mich ebenfalls per Mail bei Ihnen melden.
    Lieben Gruß
    Stefan

    Antworten

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Der Jagdfunk ist ein kostenloser Interview-Podcast mit Jochen Schumacher. Es geht rund um die Jagd und die vielfältigen, damit in Zusammenhang stehenden Themen.

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