JF030 Elektrozaun

Impulsgebende Erfahrungen und Zielsetzungen dies- und jenseits des elektrifizierten Zaunes.

JF030 Elektrozaun

Jeder hat schon mal einen Blitz gesehen. Man möchte ihn aber nicht spüren. Ursache für das Phänomen Blitz ist die elektrische Ladung. Wundersam, dass Menschen Elektrizität unter ihre Kontrolle bringen konnten. Elektrizität ist aber nicht nur treibende Energie, sie dient auch der Informationsübermittlung. Das geschieht eher subtil in der Datentechnik. Im Gegensatz dazu informiert der Elektrozaun unter Ausschluss von Missverständnissen.

In der Kulturlandschaft nutzt der Mensch den Elektrozaun für zwei Anwendungen. Die erste ist das Hüten von Nutztieren. Die Hütearbeit wird erleichtert, weil die Nutztiere im umzäunten Areal bleiben. Die zweite Verwendung ist das Auszäunen von Wildtieren. Hier geht es um den Schutz von Immobilien, landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren vor den Einflüssen der wildlebenden Tiere. Das reicht von Hasen, Kaninchen und Wildschwein über Reiher, Marder und Waschbär bis zu Fischotter, Wolf und Schalenwild.

In dörflich, landwirtschaftlicher Umgebung aufgewachsen, hat Hans Otto Ewald sich für die "Lizenz zum Löten" im Fernemeldebereich qualifiziert. Nach Tätigkeiten im Aufbau analoger und digitaler Datennetze, in der Systemtechnik und in der Bauaufsicht ist er seit 2007 bei weidezaun.info beschäftigt. Als technischer Leiter erarbeitet er mit Behörden, privaten und gewerblichen Kunden Lösungen, die nicht selten zu innovativen Produkten werden.

In einem mit Spannung geladenen Gespräch über Litzen, Maschen, Erdspieße, Akkus, Isolatoren und Transformatoren setze ich mit Hans Otto Ewald spürbare Impulse und verständliche Grenzen zwischen Nutz- und Wildtieren und den zu beschützenden menschlichen Gütern.


Teilnehmer

Hans-Otto Ewald
Hans-Otto Ewald
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher


downloads


Themen und Links:

6 Kommentare
  1. Ralf Retterath
    Ralf Retterath says:

    Wieder eine super Jagdfunk Sendung!

    Ein Thema wo sich “jeder auskennt”, aber dennoch alle noch etwas lernen können.

    Antworten
  2. Harald Schweim
    Harald Schweim says:

    Hallo Jochen, aus persönlichen Gründen war ich lange nicht auf dem “Jagdfunk”, musste doch glatt DREI Sendungen nachholen! Aber wie immer, alles KLASSE!! Der Elektrozaun hat mit besonders gefallen, nicht nur die “leuchtenden Marderaugen” sondern besonders die Kompetenz!
    Aber: Letzte Sendung im MAI 2015? Was ist los?

    Antworten
  3. Phillipp
    Phillipp says:

    Klasse Sendung, von der Länge und inhaltlich prima. Die schöne nordische Sprechweise und Mentalität – echt Original – hat mir sehr gut gefallen und ich hab mich über die vielen Variationen der Beschreibung, wie ein “Stromschlag-Momentes” sehr amüsiert (“da leuchten dem Marder kurz die Augen auf”, “wenn der Marder einen Kombi an hätte würde er ihn dann ausziehen”).

    Antworten
  4. Robert
    Robert says:

    Diese Folge hat es mit angetan, deshalb schicke ich gleich noch einen zweiten Kommentar hinterher.
    Im Gespräch kommt das Thema Energieversorgung auf. Natürlich ist eine Batterie oft das Mittel der Wahl. Mir ist aufgefallen, dass die Autobatterie erwähnt wird.
    Bei der Berechnung der Zeit, die eine Autobatterie den Zaun mit Energie versorgen kann wurde die Kapazität der Batterie herangezogen.
    Diese Herangehensweise ist suboptimal.
    Die Autobatterie ist entwickelt worden um ein Fahrzeug zu starten und dann als Strompuffer zu funktionieren. Typischerweise wird eine Autobatterie nie mehr als auf 80% ihrer Kapazität entladen.
    Wenn man eine Autobatterie für Anwendungen benutzt wie Elektrozaun und dann die volle Kapazität der Batterie nutzt, dann hat man nicht sehr lange Freude an dieser. Die Batterie ist nach vollständiger Entladung oft ein Fall für den Entsorger.

    Da heutzutage das Internet fast überall ist, würde mich interessieren ob es Elektrozaunanlage mit Fernüberwachnung (Funktionszustand, Ladezustand der Energiequelle, etc.) und andere Energiequellen als Bleibatterie (z.B: Li-Ion) gibt.
    Auch das Thema Grashalm am Draht, bzw. defekter Isolator könnte man mit entsprechender Elektronik herausfinden und dem Nutzer melden.
    Eine Statistikfunktion wie oft der Zaun ausgelöst hat würde helfen die Sinnhaftigkeit der Investition zu belegen.
    Natürlich darf eine Parametrisierung der Zaunanlage nicht fehlen: Habe ich Kühe, so reicht eine kleine Spannung, habe ich Schafe, muss diese höher sein.

    Warum man die Elektronik nicht in ein wasserdichtes Gehäuse stecken kann sondern immer eine Belüftung vorhanden sein muss, wurde, so meine ich, nicht geklärt.

    Antworten
  5. Robert
    Robert says:

    Noch ein Kommentar. Ich bin wirklich begeistert wie viel man zu diesem Thema erzählen kann.
    Erstaunt bin ich nur etwas über die Überprüfung der Erdung. Ich denke dass statt dem Kunden Gymnastikübungen zu empfehlen bei dennen es kribbeln soll, das Gerät einen Testmodus haben sollte, bei dem der Erdungswiderstand überprüft wird.

    Eine Frage noch zum Schluss, gibt es bei der Piratenabwehr auch Grenzwerte für Spannung und Impulsdauer? 🙂

    Jetzt wirklich die letzte Frage: Wie sieht es mit der EMV aus? Ich kann mir vorstellen dass ein mehrere hundert meter langer Leiter der mit getakteter Hochspannung beaufschlagt wird, eine Art Funksender ist.

    Zum Schluss noch eine Frage: Gibt es Weiderzaungeräte die mit einer Prüfspannung messen, ob ein z.B. Tier den Draht berührt und erst dann Schmackes auf die Leitung geben?

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.