vom Umgang der Lebewesen untereinander und Ihrem Umgang mit ihrer unbelebten Umwelt.

Ökologie

Die Ökologie ist ursprünglich eine Teildisziplin der Biologie. Sie erforscht die Beziehungen der Lebewesen untereinander und mit ihrer unbelebten Umwelt.

Selten wurde ein Begriff so oft gebraucht oder missbraucht wie der der „Ökologie“. Häufig wird von ökologischen Gütern, Konsummustern, Management- und Verhaltensweisen gesprochen. Zu einem schillernden Begriff emporgehoben und inflationär gebraucht, droht der Begriff Ökologie zu einem sinnfreien Modetrend degradiert zu werden.

Jeder ist Befürworter der Ökologie. Wenige wissen noch was der Begriff überhaupt bedeutet. Er wird so oft verwendet, dass eine undurchsichtige Nebelschwade entstanden ist, die nahezu jedem Vorgehen die Anmutung des Natürlichen verleiht. Was lag also näher, als jemanden zu befragen, der sich damit auskennt.

Siegfried Darschnik ist Diplom-Biologe. Gemeinsam mit Prof. Dr. Helmut Schuhmacher hat er den Lehrstuhl für aquatische Ökologie an der Universität Duisburg-Essen eingerichtet. Heute ist er einer der Inhaber des Ingenieurbüros Schnittstelle Ökologie. Hier betreibt er in einem Team aus Landschaftsplanern, Biologen und Wasserbauern ökologische Planung und Beratung und arbeitet täglich an Lösungen in den Themenbereichen Landschafts- und Gewässerplanung inklusive Wasserbau, und Ökologie.

In unserem Gespräch entwickeln wir Gedankengänge, kartieren Sackgassen und versuchen die Dynamik der Ökologie aus dem Gefängnis der missbräuchlichen Begriffsverwendung zu befreien.


Teilnehmer

Siegfried Darschnik
Siegfried Darschnik
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher


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6 Kommentare
  1. Cornell
    Cornell sagte:

    Super Sendung, tolle Recherche, hervorragender Gast!
    Meiner Meinung nach eine der besten Sendungen. Werde ich im großen Kreis weiterempfehlen!
    Man hört eine sonst unausgesprochene Wahrheit nach der anderen! Werde ich bestimmt noch dreimal anhören.
    Weidmannsheil

    Antworten
  2. FWB
    FWB sagte:

    gratuliere zu dieser Sendung, eine Meisterleistung.
    Der Interviewpartner sollte zum Umweltminister gemacht werden?
    Auf jeden Fall, weiter so!

    Antworten
  3. Rina
    Rina sagte:

    Ich kann mich dem sonstigen Lob nicht anschließen. Ich fand es sehr mühselig, den Ausführungen von Herrn Darschnik zu lauschen. Einerseits DIE Großstädter, DIE Grünen oder DIE selbsternannten Naturschützer pauschal abzustempeln und andererseits eine differenzierte Betrachtung von Zusammenhängen zu fordern, passt nicht so ganz zusammen. Die “unausgesprochenen Wahrheiten” waren für mich nicht neu und z.T. auch sehr fraglich. Schade.
    Dafür gibt es ja zahlreiche großartige Folgen, die nicht vor Frustration und Zynismus des Gastes strotzen.

    Antworten
  4. Paul Buntfuß
    Paul Buntfuß sagte:

    Lieber Herr Schumacher,
    Lieber Herr Darschnik,

    Vielen Dank für diese Sendung, die nicht nur informiert (v.a. die Innenansicht aus der Gewässerrenaturierung) sondern auch zum kritischen Nachdenken anregt.
    Besonders, da ich mit einigen der Meinungen von Herrn Darschnik nicht übereinstimme.
    Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass es sich tatsächlich um Meinungen handelt und nicht um Fakten.
    Auch wenn Herr Darschnik wiederholt behauptet, der Mensch sei “Die Krone der Schöpfung”, “Das Einzig Wichtige auf diesem Planeten” wird es auch durch die Wiederholung nicht wahr.
    Da er, zum Teil sehr zu Recht meiner Meinung nach, gegen die ideologische Sicht großer Teile der Partei Die Grünen und Befürworter des Prozessschutzes argumentiert, sollte er nicht als noch größerer Ideologiekrieger in Sachen Anthropozentrismus auftreten.
    Und für Anthropozentrismus können seine Aussagen in diesem Interview geradezu als Paradebeispiel gelten.

    Aus der Biologie könnte Herr Darschnik das Argument bekannt sein, dass Evolution keine Richtung kennt, dadurch auch keinen Abschluss und keine Spitze.
    Ebenso, dass Homo sapiens eine Art unter vielen ist, ein Trockennasenaffe, dem es der Zufall beschert hat, eine Schrift- und Werkzeugkultur zu entwickeln, als einzige noch auf
    diesem Planeten existierende Art.
    Dass wir uns dabei unser leistungsfähiges Gehirn durch die Energiezufuhr durch tierische Nahrung angefressen haben, gilt inzwischen auch als umstritten.
    Wahrscheinlicher ist, dass unser Gehirn als Nebenprodukt gewachsen ist, eigentlich gefördert durch die hohen Ansprüche in sozialer Kompetenz, die ein Leben in einer komplexen Gruppe mit sich bringt.
    Zu einer sehr guten Zusammenfassung des aktuellen Standes siehe u.a. Y.N.Harari: “Eine kurze Geschichte der Menschheit”.

    Die Aussage, lediglich der Mensch würde werten ist ebenso ein Mythos wie überholt.
    Viele Untersuchungen (v.a. an unseren Verwandten, anderen Primaten) legen nahe, dass auch diese eine Wertevorstellung in ihren Köpfen haben, die ihr Handeln und Sozialleben beeinflusst.
    Siehe hierzu v.a. die Arbeiten von Frans de Waal.
    Natürlich ist das Innenleben einer anderen Art letztlich nie beweisbar, genauso wenig jedoch widerlegbar.
    Berücksichtigt man jedoch all die Indizien, die die Wissenschaften gefunden haben, ist die Aussage, lediglich Menschen würden über inneres Erleben, Wertung, kurz Interiorität verfügen mehr als zweifelhaft.
    Diese Cartesianische Sicht, die allen nicht-menschlichen Lebewesen den Status von toter Materie zuschreibt ist meiner Meinung nach philosophisch nicht haltbar, genau so findet man auch kaum noch zeitgenössische Philosophen die diese Position ernsthaft vertreten.
    Die Haltung, ohne den Menschen ist auf der Erde nichts von Bedeutung ist nicht nur in einer speziezistischen Weise arrogant, sie ist überholt.

    Zu Argumentieren; der Mensch ordnet alles auf Erden nach seinen Wünschen und Vorstellungen und deshalb ist nur er wichtig steht zwar sinngemäß in der Bibel, als Atheist wird mir Herr Darschnik aber sicherlich zustimmen, dass ein uralter Text eines Hirtenvolkes keine Begründungen für die heutige Zeit liefern kann.
    Genausowenig ist diese Argumentation wissenschaftlich zu begründen, sie ist sogar in sich un-wissenschaftlich, sie ist ein Schluss vom Sein aufs Sollen, schlicht ein naturalistischer Fehlschluss.
    Ich weiß, dass Herr Darschnik diese Argumentation nicht in der hier beschriebenen Weise ausgeführt hat, ich möchte sie aber trotzdem ansprechen, um meinen Punkt zu unterstreichen.

    Ich möchte an dieser Stelle überhaupt nicht in die “Der Anthropozentrismus ist an allem Übel schuld” Debatte einsteigen sondern lediglich darauf hinweisen, dass vieles, was in dieser Sendung als Fakt verkauft wurde, eigentlich Ideologie ist.
    Angesichts der Herausforderungen der ökologischen Krisen mit denen das Anthropozän (das übrigens dem Anthropozentrismus in wunderbarerweise den enttarnenden Spiegel vorhält) uns konfrontiert, halte ich eine Reflexion über diese Vorstellungen für unbedingt geboten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul Buntfuß

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