Im Gespräch mit Sozialdemokraten über nachhaltiges und naturnahes Jagen und den ländlichen Raum.

Waid-Genossen

Eine Errungenschaft der Revolution von 1848/1849 ist das Jagdrecht. Es wurde vom Adel auf den Landbesitzer übertragen, kam also unter bürgerliche Kontrolle. Die Interessen der Landbewirtschaftung und denen der wild lebenden Tiere werden seitdem auf lokaler Ebene austariert. Diese dezentrale Balance scheint heute selbstverständlich, musste aber aufwändig erlernt und erkämpft werden.

In vielen Bundesländern wird derzeit eine Reform des Jagdrechts vorangetrieben, die dieses unter vielen Opfern errungene Recht beschneiden will und wenig einfühlsam mit dem Soziotop "ländlicher Raum" umgeht.

In diesem bisweilen turbulenten Meinungsbildungsprozess mischen die Waid-Genossen mit. Die Waid-Genossen sind allesamt aktive Jäger und zudem Mitglieder der SPD.

Im Gespräch mit Jochen Schumacher beleuchten Ralf Nielsen und Uwe Lüders die Entstehung der Waid-Genossen und berichten, wie sie die Interessen einer naturnahen und nachhaltigen Jagd und des ländlichen Raums in der nordrhein-westfälischen SPD vertreten.


Teilnehmer

Ralf Nielsen
Ralf Nielsen
Uwe Lüders
Uwe Lüders
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Vom Missverstehen, Streiten und Vertragen.

Jagdkonfliktbehandlung

Überall wo Menschen miteinander umgehen, kommt es auch zu Konflikten. Beinahe jeden Tag geraten wir in Konflikte. Privat Konflikte, berufliche Konflikte oder eben auch jagdliche Konflikte mit Fußgängern, Hundebesitzern, Mountainbikern, Geocachern, Ornithologen, Waldbesitzern, Landwirten und sonstigen Naturnutzern. Manche dieser Konflikte nehmen einen unbefriedigenden Verlauf. Vielleicht, weil wir gestresst sind, vielleicht auch, weil wir mit aggressivem oder unfairem Verhalten konfrontiert sind oder weil uns die Situation schlicht überfordert.

Insbesondere Konflikte, die uns an den Rand unserer gefühlten Möglichkeiten führen, bedürfen einer ständigen Selbstreflexion, einer gründlichen Vorbereitung und einer durchdachten Strategie. Nur wenn wir uns unserer Ziele, Positionen und Möglichkeiten bewußt sind und den Standpunkt des Anderen verstanden haben, ist es mit einer angemessenen Vorgehensweise möglich ein Ergebnis zu erzielen, dass beide Seiten zufriedenstellt.

Die Diplom-Sozialpädagogin Korina Schulz ist Trainerin, Beraterin, Coach für Konfliktmanagement und Verhandlungsführung. Im Gespräch mit Jochen Schumacher erläutert Korina, wie der wertschätzende Umgang mit sich selbst und mit anderen potentielle Feinde zu verlässlichen Verbündeten machen kann.


Teilnehmer

Korina Schulz
Korina Schulz
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Mit dem Profi über die gekonnte Arbeit auf der roten Fährte.

Nachsuche auf Schalenwild

Tierschutz ist ein Kernelement der Waidgerechtigkeit und somit ein Grundwert der Jagdausübung. Mit der Nachsuche von angefahrenem oder angeschossenem Schalenwild übernimmt der Jäger gesellschaftliche und persönliche Verantwortung und stellt sich in den Dienst des Wildtieres.

An die Nachsuchengespanne werden hohe Anforderungen gestellt. Erst Auswahl und Ausbildung des Hundes, ständige Einsatzbereitschaft, körperliche und mentale Fitness und die Erfahrung aus vielen Nachsuchen versetzen die Nachsuchengespanne in die Lage, auch lange Nachsuchen unter widrigen äußeren Bedingungen erfolgreich zu beenden.

Ulf Muuß ist Berufsjäger, Jagdjournalist und leidenschaftlicher Nachsuchenführer. Im Gespräch mit Jochen Schumacher gibt Ulf Hinweise zur Durchführung und - viel wichtiger - zur Vermeidung von Nachsuchen und gewährt darüber hinaus detaillierte Einblicke in die Qualitäten, die Herausforderungen und die Praxis eines erfolgreichen Nachsuchengespanns.


Teilnehmer

Ulf Muuß
Ulf Muuß
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Niederwild mit dem spezialisierten Hund nachsuchen, finden und apportieren.

Retriever

Der Hund des Jägers in Deutschland ist meistens ein Vollgebrauchshund. Im Gegensatz dazu sind Retriever Spezialisten. Ihre wesentliche Aufgabe ist das Apportieren. Retriever sind temperamentvoll und besitzen die Eigenschaft, auch unter schwierigen Bedingungen erlegtes oder krank geschossenes Niederwild aufzufinden und zu apportieren. Er ist somit vorwiegend für die jagdliche Arbeit "nach dem Schuss" gezüchtet worden, wobei zu seinen besonderen Stärken die Wasserfreude, seine Kooperationsbereitschaft, seine Leichtführigkeit, die ausgezeichnete Nase und sein freundliches, belastbares Wesen zählen.
Im Gespräch mit Jochen Schumacher erläutert Petra Soons Veranlagung, Auswahl, Ausbildung, Alltag und Einsatzgebiet dieses führigen Jagdgehilfen.


Teilnehmer

Petra Soons
Petra Soons
Jochen Schumacher
Jochen Schumacher

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Die Aufnahmetechnik ist gekauft und ich kann sie halbwegs zuverlässig bedienen. Das ist er: der Anfang. Es kann losgehen!

Mein Hund lehrte mich das Interesse an der Jagd. Jetzt, in meinem fünften Jagdjahr, bedenkt sie mich bei der Entenjagd immer noch mit altklugen, bisweilen mitleidigen Blicken. Mein Plesshorn sagt Du kannst nicht und ich tue es dennoch. Nicht enden will mein Staunen über die Vielfalt der Themen, Fertigkeiten, Handwerke, Interessen und Positionen, die sich in der Jagd versammeln und um die Jagd gruppieren.

Ich bin neu- und wissbegierig auf Material, Hund und Mensch, auf Fährten, Einstände und Pirschzeichen, auf Material, Werkzeug und Geheimtips, auf Landwirte, Forstwirte, Lebensmittel- und Energieerzeuger, auf Natur-, Tier und Menschenschützer, auf Funktionäre, Juristen und Experten, auf das Brauchtum, die Geschichte und die Zukunft des Waidwerkens.

Antworten sind nur solange von Bedeutung, bis die Fragen ausgetauscht werden. Gerade die Jagd steht im Mittelpunkt vielfältiger Interessen und Weltanschauungen. Kaum ein anderes Thema polarisiert Meinungen, Wertvorstellungen und Emotionen so sehr wie Jagd.

Die (Jagd-)Welt ist aber zu komplex für (Vor-)Urteile. Deshalb braucht es ein Format, das die vielfältigen Positionen nicht mit Dogmen und fundamentalen Positionen besetzt, sondern den verschiedenen Perspektiven Raum zur Darstellung gibt. Genug Raum, damit alles Bekannte gesagt und alles Unbekannte benannt werden kann. Kurzum, ich mache Jagdfunk.

Es wird also spannend. Ich will alles wissen, aufbereiten, abwägen und mit meinen Gesprächspartnern an Euch, die Hörer weitergeben.

Ich freue mich auf Eure eMails mit Angeboten und Vorschlägen für Themen und Gesprächspartner unter info(at)jagdfunk.de.